Dashcams – Hilfreich oder einfach nur ein Spielzeug?

In letzter Zeit in aller Munde und in manchen Ländern schon fester Bestandteil in so gut wie jedem Kfz. Die Rede ist von Dashcams.

Eine Dashcam wird im Auto meist an der Frontscheibe oder dem Armaturenbrett montiert und nimmt den Verkehr auf. Das auch unter dem Namen Autokamera bekannte Produkt läuft in Dauerschleife. Sollten Sie nun in einen Unfall verwickelt sein, können Sie die Aufnahme speichern. Mit dieser Aufnahme kann der Unfallhergang eins zu eins dargestellt werden. Das Video der Dashcam kann bei Uneinigkeiten als Beweismaterial genutzt werden.

Über die Jahre haben sich die Dashcams immer weiterentwickelt und stetig verbessert. Die neuesten Geräte können Videos in spitzen Qualität aufnehmen und besitzen zahlreiche, hilfreiche Funktionen. 

Günstige Dashcams beginnen schon ab circa 30-50€. High-End Geräte können jedoch auch schnell mal 120€ oder mehr kosten. Der Unterschied bei diesen verschiedenen Preiskategorien spiegelt sich in der Aufnahmequalität und in den Funktionen wieder. Dashcams ab einem Preis von circa 80€ verfügen oftmals über GPS. Dieses GPS bringt viele nützliche Funktionen mit sich. So lässt sich dadurch zum Beispiel die Fahrt im Nachhinein ideal nachverfolgen. Außerdem hat man durch das GPS auch die Möglichkeit, einen Stempel im Video einzublenden, der einem die aktuelle Geschwindigkeit einblendet.

Sind Dashcams in Deutschland überhaupt erlaubt?

„In Deutschland ist die Benutzung von Dashcams zwar umstritten, aber nicht prinzipiell verboten. In den Europäischen Ländern Österreich, Portugal, Luxemburg und Belgien sind Dashcams beispielsweise komplett verboten. Jedoch ist in den meisten Europäischen Ländern das Benutzen von Dashcams kein Problem. Ausdrücklich erlaubt sind Dashcams zum Beispiel in den Niederlanden, Dänemark, Spanien, Malta, Italien, Frankreich, Großbritannien, uvm“ (vgl.: Polizei-dein-Partner.de). In der Regel werden in Deutschland jedoch Dashcams als Beweismaterial zugelassen.

Videoqualität der Dashcams

Die Aufnahmequalität der Autokameras ist essentiell. Ist die Qualität der Kamera nicht gut, sind die Aufnahmen nicht verwertbar. Auf dem Videomaterial sollte der Unfallhergang möglichst genau zu sehen sein. Optimal wäre es, könnte man noch kleine Details wie Nummernschilder oder Ähnliches im Video erkennen. Heutzutage besitzen auch schon die Dashcams in den unteren Preiskategorien mindestes eine Full-HD Auflösung. Einige Geräte besitzen auch schon eine Ultra HD oder eine 4K Qualität.

Bei einfachen Witterungsbedingungen sowie bei geringen Geschwindigkeiten sind bei allen Dashcams auch kleine Details haarscharf zu erkennen. Worin sich die Dashcams aus den höheren Preiskategorien von den „Einsteigergeräten“ unterscheiden, sind die Aufnahmen bei schlechteren Witterungsverhältnissen. Auch bei Regen oder bei hohen Geschwindigkeiten haben die Aufnahmen hochpreisiger Modelle noch eine sehr gute Qualität.

Hilfreiche Funktionen

Mittlerweile besitzen Dashcams zahlreiche Funktionen. Die Entwicklung geht immer weiter, weshalb wir uns auch im Jahre 2019 auf viele innovative Neuerungen freuen können.

Eine Funktion, die sich als sehr hilfreich herausgestellt hat und bei den meisten Dashcams mit dabei ist, ist die Looping Recording Funktionen. Durch diese Funktion nimmt die Dashcam in Endlosschleife auf. Dabei überschreibt sie immer die Aufnahmen, die am längsten auf der Speicherkarte gespeichert sind. Sollte der Anwender jedoch etwas wichtiges vor die Linse bekommen haben, hat er die Möglichkeit einen Knopf auf der Dashcam zu drücken. Dadurch wird diese Aufnahme schreibgeschützt und kann nicht überschrieben werden.

Eine weitere sehr wichtige Funktion ist das oben angesprochene GPS. Dadurch kann ein Geschwindigkeitsstempel in die Videoaufnahme eingeblendet werden. So kann im Nachhinein der Unfallhergang noch besser rekonstruiert werden. Bei einigen Autokameras wird zudem noch eine Software mitgeliefert. In diesem Programm können Sie genau sehen, wann Sie wo unterwegs waren.

Hilfreich ist zudem der G-Sensor. Er löst aus, wenn Ihrem Auto eine sehr starke Geschwindigkeitsreduktion widerfährt, wie es bei einem Unfall zum Beispiel der Fall ist. Ist der G-Sensor ausgelöst, wird die Aufnahme direkt schreibgeschützt abgespeichert.

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