Motorschaden – was kann ich tun?

Ein Motorschaden muss keinen Totalschaden bedeuten. In der Regel kann der Motor wieder instandgesetzt werden. Bei der Reparatur eines Motorschaden wird grundsätzlich zwischen der Motorgrundinstandsetzung und der Motorrevision unterschieden.

Die Motorengrundinstandsetzung

Die Motorengrundinstandsetzung ist die verbreitetste Form der Motorreparatur und kann um einiges günstiger sein als die Motorrevision. Die Kosten für die Motorinstandsetzung schwanken je nach Aufwand und Maß des Schadens.

Bei der Instandsetzung werden lediglich die defekten Teile des Motors durch neue ersetzt. Allerdings müssen dann auch immer Zylinderkopf, Kurbelwellenlagerung und Kurbelbetrieb nachgerüstet und dem neuesten Stand der Technik angepasst werden.

Bei der Motorgrundinstandsetzung werden nur defekte Teile ausgetauscht.

Die Motorrevision

Die Motorrevision ist deutlich aufwendiger als die reine Motorengrundinstandsetzung. Hierbei wird der Motor und einige der Nebenaggregate komplett auseinandergenommen. Alle Teile werden dabei auf Schäden geprüft. Es werden bei der Motorrevision nicht nur die defekten Teile sondern auch Verschleißteile durch neue ersetzt. Nach der erfolgreichen Prüfung wird der Motor fachgerecht nach den Angaben des Herstellers zusammengebaut. Der hohe zeitliche Aufwand und der Ersatz defekter und Verschleißteile bringt deutliche höhere Kosten mit sich.

So kann ein Motorschaden verhindert werden

Ein Motorschaden ist immer kostenintensiv und mit viel Aufwand verbunden. Damit es erst gar nicht zum Schaden am Motor kommt, sollten einige Tipps befolgt werden, die einen Defekt eventuell verhindern können.

  • Flüssigkeitsstände überprüfen
  • Regelmäßige Wartung
  • Motor Warmfahren
  • Drehzahl niedrig halten
  • Motor abkühlen lassen
  • Wasserschlag vermeiden
  • Auf den richtigen Kraftstoff achten

Tipp: Sollten während der Fahrt ungewöhnliche Geräusche zu hören sein, sollte dies dringend von Fachleuten überprüft werden. Jedes außergewöhnliche Geräusch kann auf einen Defekt hindeuten und sollte genau wie das Aufblinken von Warnleuchten niemals ignoriert werden.

Flüssigkeitsstände überprüfen

Ein Blick unter die Motorhaube sollte zur standardmäßigen Routine eines jeden Autofahrers gehören. Besonders vor uns nach langen Fahrten sollte zumindest der Ölstand kontrolliert werden. Das Öl sorgt im Motor dafür, dass die verschiedenen Lager und die Zylinderlaufbahnen geschmiert werden. Fehlt das Öl bzw. Ist zu wenig Öl vorhanden, steigt der Verschleiß enorm an. Im schlimmsten Fall fällt der Motor dann sogar komplett aus.

Auch zu viel Öl kann zu Schäden am Motor führen! Daher immer auch den Maximalstand einhalten.

Wichtig für einen funktionierenden Motor ist außerdem das Kühlwasser. Bei einem zu niedrigen Kühlwasserstand kann der Motor überhitzen. Die Überhitzung kann zu einem verzogenen Motorblock oder Zylinderkopf oder zu durchbrennenden Dichtungen führen.

Muss häufig Kühlwasser nachgefüllt werden, deutet dies auf einen Defekt am Kühlerschlauch, am Kühler, an der Wasserpumpe oder am Wasserflasche hin.

Regelmäßige Wartung

Die Wartungsintervalle für den Motor, also das Austauschen der Zündkerzen und ein regelmäßiger Ölwechsel, sollten dringend eingehalten werden. Die Kosten für die Wartung fallen im Vergleich zur Motorinstandsetzung gering aus.

Motor Warmfahren

Ein kalter Motor wird mit kaltem, noch recht zähflüssigem Öl geschmiert. Der Motor sollte also nicht direkt zu Beginn der Fahrt voll ausgedreht werden. Ebenso empfiehlt es sich, den Motor zunächst zu starten und sich erst im Anschluss anzuschnallen und die Spiegel auszurichten. In dieser kurzen Zeit baut der Motor genügend Öldruck auf, um den Zylinderkopf zu schmieren.

Drehzahl niedrig halten

Wer regelmäßig die volle Drehzahl eines Fahrzeugs ausreizt, überstrapaziert den Motor und verursacht früher oder später einen Motorschaden. Trotz Drehzahlbegrenzer sorgen die Vibrationen und das zu heiße Öl für einen hohen Verschleiß. Der rote Bereich auf dem Drehzahlmesser sollte also lieber gemieden werden.

Motor abkühlen lassen

Nach langen Fahrten sollte der Motor nicht sofort abgestellt werden. Ein heißgefahrener Motor sollte zunächst kurz im Stand laufen gelassen werden, bevor er abgestellt wird. Andernfalls drohen ein Verziehen des Zylinderkopf und Defekte am Turbolader.

Wasserschlag vermeiden

Ein Wasserschlag bekommt das Auto, wenn der Motor anstatt Luft Wasser ansaugt. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn das Auto bei starkem Regen durch tiefe Pfützen gefahren wird. Das Ansaugen von Wasser führt zu erheblichen Schäden im Motorraum und sollte unbedingt verhindert werden.

Auf den richtigen Kraftstoff achten

Um den Motor zu schonen, sollte immer nur der vorgesehene Kraftstoff getankt werden. Gerade bei Dieselmotoren kann es aber schnell passieren, dass versehentlich Benzin statt Diesel getankt wird. Die Reparatur für einen durch den falschen Kraftstoff getankten Schaden ist besonders kostenintensiv und sehr aufwendig.

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