Der Wertverlust beim Neuwagen

Es ist ein lang gehegter Traum für viele Menschen – ein eigener Neuwagen. Der Traum ist mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Die stolzen Besitzer eines neuen Autos bezahlen ihren Wagen selten sofort und in bar. Mit Krediten und Darlehen wird der Traum vom Neuwagen realisiert.

Angesichts der finanziellen Last für einen Neuwagen ist der Wunsch groß, den Wert des Neuwagens möglichst lange aufrechtzuerhalten. Der größte Wertverlust erfährt das Auto im ersten Jahr nach der Zulassung. Mit der richtigen Ausstattung kann der weitere Verlust nicht gebremst, aber minimiert werden.

Der Restwert nach einem Jahr

Es ist der Geruch eines neuen Autos, der Autofahrer betört und den Reiz eines neuen Autos ausmacht. Spätestens nach einem Jahr ist dieser Geruch verfolgen – und das Fahrzeug hat den größten Wertverlust bereits erfahren. Jeder Fahrer kennt die Aussagen, das schon bei der Fahrt vom Händler nach Hause das Fahrzeug die Hälfte seines Wertes verloren hat. Ganz so drastisch ist es nicht. Fakt ist aber, dass der Restwert in den ersten zwölf Monaten nach der erstmaligen Zulassung enorm schrumpft.

Im Schnitt verliert das Fahrzeug im ersten Jahr 24 Prozent an Wert, abhängig von der Fahrleistung und dem Modell. Bei einem Neuwagen ist der Verlust im ersten Jahr damit so hoch wie nie wieder.

Der Wertverlust in den Folgejahren

Ein Viertel seines Wertes verliert das neue Fahrzeug nur im ersten Jahr. In den folgenden Jahren ist der Verlust deutlich geringer. Abhängig ist der Wertverlust pro Jahr von verschiedenen Faktoren wie Fahrleistung, Beschädigung und eine regelmäßige Wartung. Im Schnitt sinkt der Wert um vier bis sechs Prozent pro Jahr.

Entscheidend für den Restwert nach jedem weiteren Jahr sind neben den genannten Faktoren auch die Marke, das Modell und die Ausstattungsvariante. Nicht unerheblich für einen höheren Restwert ist auch die Ausstattung eines Fahrzeugs.

Ausstattung, die den Wert steigert

Moderne Fahrzeuge sind serienmäßig bereits mit zahlreichen Features ausgestattet. Nicht jedes moderne Extra wirkt sich dabei positiv auf den Restwert des Fahrzeugs aus. Auf der anderen Seite gibt es Ausstattungen, die dringend vorhanden sein sollten.

Obligatorisch für einen guten Verkaufspreis bei einer Veräußerung in der Zukunft sind neben einer Klimaanlage und Zentralverriegelung auch eine Servolenkung und ESP. Fehlen darf in keinem Fall auch der elektrische Fensterheber, mindestens für die Fahrer- und Beifahrerseite. Allzu moderne Ausstattungsoptionen wie Assistenzsysteme wirken sich hingegen nur sehr gering auf den Restwert aus. Adaptives Fahrlicht spielt für Käufer eines Gebrauchtwagens ebenso wenig eine Rolle wie eine Verkehrszeichenerkennung oder ein Spurhalteassistent. Gepflegte Alufelgen sehen gut aus, tragen aber nur gering zur Wertsteigerung bei.

Restwert entscheidend für die Versicherung

Der Restwert eines Fahrzeuges ist nicht nur für den späteren Verkauf als Gebrauchtwagen interessant. Maßgeblich kommt der Restwert auch bei einem Verkehrsunfall zum Tragen. Die Autoversicherung zahlt bei einem Unfall stets den Zeitwert des Autos, niemals den Neuwert oder Beschaffungspreis. Ermittelt wird der Restwert zum Zeitpunkt des Unfalls von einem Gutachter. Er ermittelt dabei neben der Ausstattung auch die Pflege des Fahrzeugs. Beim Abschluss einer Kfz-Versicherung mit Teilkasko oder Vollkasko ist auf die Konditionen der Versicherung zu achten. Mit einem Vergleichsrechner Autoversicherung lassen sich die Kosten für das neue Fahrzeug berechnen.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören

Hinterlasse einen Kommentar